Geschichtliches zum Rodeln

Der Rodelschlitten  Historischer Hornschlitten Klassischer Freizeitschlitten Ein Rodelschlitten, kurz auch Rodel (vom oberdeutschen-schweizerischen rotteln ‚rütteln, schütteln‘) oder Schlitten (ahd. slito ‚Gleiter‘, vergl. schlittern), ist ein aus zwei Kufen und einem Gestell bestehendes Gerät. Er wird verwendet, um einen Hang oder eine Rodelbahn hinab zu gleiten, nachdem er zuvor durch Muskelkraft oder mit Hilfe eines Skiliftes in eine höhere Lage gezogen wurde. Da Rodelschlitten weniger Schnee als Skier brauchen, sind sie auch in Gegenden mit weniger Schneefällen weit verbreitet. Geschichte Schlitten werden seit Jahrtausenden als Transportmittel genutzt. In Europa wurden erste Schlitten wohl seit der Frühzeit als winterliches Transportmittel, so etwa in Skandinavien, im Alpenraum oder im Erzgebirge als Ziehschlitten für den Heu- und Holztransport und in kleineren Formen für den Personentransport verwendet. Die erste Erwähnung vom Rodeln macht wohl Plutarch über die Kimbern, die nackt durch den Schnee auf den Berg gelaufen sein sollen und sich auf breiten, flachen Schilden sitzend, abstiessen und hinunter sausten. [1] Der spätere Rodel entwickelte sich als Freizeitgerät aus alpenländischen Schlittenformen. [2] Ein Rodelschlitten wird traditionell aus Eschen- oder Buchenholz mit eisenbeschlagenen Kufen hergestellt, wobei neuere auch aus Kunststoffen hergestellt werden. Er bietet meist für 1-2 Personen auf einer Sitzfläche auf Holzlatten oder eine Stoffbespannung Platz und hat eine Schnur, an der er bergauf und über flache Strecken gezogen werden kann. Man unterscheidet im wesentlichen zwischen dem Davoser Schlitten und dem Hornschlitten. Rodelsport Seit Anfang des 19. Jahrhundert wurde Rodeln auch als eigenständige Wintersportart in den Varianten Rennrodeln auf Kunsteisbahnen und als Naturbahnrodeln populär. Die ursprünglich vom Ziehschlitten abgeleiteten Formen haben sich zu spezialisierten Hochleistungsgeräten entwickelt. Rennen auf traditionellen Schlitten sind nurmehr als folkloristische Vergnügungsveranstaltung üblich. Der moderne Sportrodel hat im Gegensatz zum Davoser Schlitten schräge eisenbeschlagene Kufen. Die Kufen des Davoser Schlittens liegen flach auf dem Untergrund auf, die des Rodels hingegen nur auf einer Kante. Die Kufen des Rodels sind in der Längsrichtung leicht gewölbt, in Kombination mit der verziehbaren Konstruktion des Rodels – wie beim klassischen Ziehschlitten – ermöglicht das dem Fahrer nur durch Gewichtsverlagerung und Beinarbeit am Rodel (Fußsohlen gegen den vorderen Rahmenbogen drücken: rechts drücken für linke Kurve und links drücken für rechte Kurve) diesen zu steuern; der Fahrer eines Davoser Schlittens hingegen muss die Füße gegen den Untergrund drücken, um den Schlitten zu lenken (links aufdrücken für linke Kurve und rechts drücken für rechte Kurve). Der Rodel ist spurtreuer, und auch wesentlich schneller als der Davoser Schlitten. Andere Sportgeräte zum Rodeln Neben der eigentlichen Rodel gibt es seit den 1960er den Bob – kein Schlitten im eigentlichen Sinne. Mit diesem Gerät ist auch Rutschen auf Sanddünen möglich. Bobs gibt es als Kunststoffwanne mit Führungsriefen, an der vorne auch die Füße aufgelegt werden können. mit mehr oder minder ausgeprägtem Sitz mit Lehne, teils über zwei Handgriffe steuerbar, wie auch den einfachen Zipflbob mit Handgriff, den man zwischen die Beine nimmt. Andere Sportgeräte ähnlich der Rodel sind der Skeleton, und der Rennbob des Bobsports, sowie der Schibob, der heute nurmehr selten anzutreffen ist. Alternativ zum Rodelschlitten gibt es seit 2001 auch das aufblasbare Airboard. Für Hobby-Rodler besteht die Möglichkeit, auf Sommerrodelbahnen zu fahren. Bei der Sommerrodel sind die Kufen durch Räder ersetzt. Im Sommerrodeln finden keine überregionalen oder internationalen Wettbewerbe statt. Quelle: Wikipdia!